| Märkische Allgemeine (Potsdamer Stadtkurier) vom 11.08.2008 |
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Mit großem Ton Die Boettcher-Schwestern in der Friedrichskirche Von Matthias Müller |
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Babelsberg. Die Boettcher-Schwestern verfügen über beachtliches musikalisches Potenzial, und wenn Marianne Boettcher (Violione) und Ursula Trede-Boettcher (Tasteninstrumente) ein kunstreiches Duospiel absolvieren, ist Bewunderung nicht fehl am Platz. Bei den Freitagsmusiken in der Friedrichskirche boten sie kammermusikalische Werke. Beim Entrée mit Bachs frühem Präludium und der Fuge C-Dur von 1709 ließ sich die große Orgel trotz dringend notwendiger stimmlicher Überholung dank der versierten Ursula Trede-Boettcher vorteilhaft vornehmen. Die Organistin stellte auch Stücke ihres Lehrers Joseph Ahrens vor. "Das Heilige Jahr" besticht als Solo-Komposition für Orgel durch liturgische Strenge, durchsichtige Choralbearbeitungen und gute musikalische Einfälle. |
Das "Kernkonzert" spielte im Altarraum und wurde mit dem gut intonierten Orgelpositiv der Firma Schuke begleitet. Aus Bachs produktiver Köthener Zeit stammte die Solosonate G-Dur für Violine und bezifferten Baß. Marianne Boettcher spielte sie mit großem Ton, frei von aller akademischer Sicht.
Ebenso klar und klangintensiv die Sonate des Geigenvirtuosen Leclair in D-Dur. In den Solodarbietungen von Violeta Dinescu "Satya 1" für Violine und in den originellen Sätzen "Aus der Flötenuhr" von Joseph Haydn auf dem Orgelpositiv bewiesen beide Künstlerinnen ihre fesselnde musikalische Darstellungskraft. Die finale Händel-Sonate rundete diese wunderbar intime Musikstunde ab. Mit Wolfgang Boettcher, dem Bruder und bedeutenden Cellisten, waren die beiden großen Klaviertrios von Franz Schubert bei den dreien in besten Händen. |
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